Frisch eingetroffen: Die Geschichte(n) Güsters ab 1982

Jetzt Willi lacht22.1.22 – Da ist sie nun: Willi Brügmanns „Fortsetzung“ der von Friedrich Schnaak verfassten und 1981 endenden Dorfchronik Güsters. Das großformatige Buch „Güster 1982 – 2020, Geschichte(n) der Dorfentwicklung“ ist frisch beim Förderverein Güster e.V. angekommen, verteilt worden und nun an folgenden Orten für nur 19,90 Euro zu haben: Direkt bei Willi Brügmann (Am Dorfplatz 4a), beim Edeka-Frischemarkt Anja Riesel (Hauptstr. 30), zu den Öffnungszeiten in der Bücherei in der „Alten Schule“ (Am Prüßsee 5), im Klönschnack bei Familie Mix (Roseburger Str. 7) oder auch zu den Bürozeiten direkt beim Vorstand des Fördervereins Güster, Michael Muntau (c/o ReEnergy gmbH, Hornbeker Str. 31). 

Der Autor und seine Helfer freuen sich, dass dieses lange gärende und behutsam bearbeitete Werk für Güster fertig und ein schönes Buch voller Geschichte(n) und Bilder entstanden ist. Hatten sich Willi Brügmann und sein Team doch lange Gedanken gemacht, gesammelt und geschrieben. Gemeinsam mit Maren Schönenberger, Fred und Almut Moritz sowie Claudius Nenninger hatte der Ehrenbürgermeister und Gründer des Fördervereins Güster e.V. intensiv recherchiert, um Texte und Bilder gerungen, Inhalte, Daten und Fakten zusammengetragen, hinterfragt und verworfen oder ergänzt. Im Herbst 2021 konnten Tomasz Stacharczyk und seine ortsansässige Agentur „Stoodio“ endlich mit dem Layouten und Erstellen der Druckvorlage beginnen - und die Güsteraner Journalistin Silke Mietzner mit dem ersten Gegenlesen. Dem allerdings folgten noch einige Runden durch das Autorenteam – gut Ding will schließlich Weile haben.

 Aber nun, nach vielen durchgearbeiteten Wochenenden und schlaflosen Nächten, ist das 236 Seiten starke, DinA-4-formatige Buch mit vielen reich bebilderten Geschichten aus Güster auf dem Markt und käuflich zu erwerben. Herausgegeben wurde es vom Förderverein Güster e.V., der auch dafür sorgen konnte, den Verkaufspreis so niedrig zu halten und nebenbei auch noch das Verteilen überTitelbild Chronik

 Wenn Sie sich auf jeden Fall ein Exemplar sichern wollen, aber derzeit nicht persönlich an eine der Verkaufsstellen kommen, können Sie es auch per eMail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) bestellen bzw. zurücklegen lassen.



Neuer Vorstand für den Förderverein

neuervorstandAm 23.10.2021 trafen sich die Mitglieder der Fördervereins Güster im Dorfgemeinschaftshaus zu ihrer jährlichen Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung standen u.a. Vorstandswahlen, der Bericht über die Vereinsarbeit, eine Beschlussfassung über die Veröffentlichung eines Buches zur „Dorfgeschichte von 1982 bis 2021“ sowie ein Ausblick auf geplante Aktivitäten.

Die Veröffentlichung des Buches wurde beschlossen, die weiteren Aktivitäten des Fördervereins sind – wie so vieles im öffentlichen Leben - von der Pandemieentwicklung abhängig. Im Corona-Jahr 2020 war auch die Arbeit des FV-Güster beeinträchtigt, so mussten u.a. das Sommerfest und die Kanalfahrt abgesagt bzw. verschoben werden. Die Restaurierung der 40 historischen Gemarkungsschilder wurde allerdings tatkräftig angegangen und mit einer Fahrradrallye abgeschlossen.    Trixi Muntau als Organisatorin der Rallye nahm auf der Mitgliederversammlung auch die Siegerehrung vor.

Im Vordergrund stand allerdings die Neuwahl des Vereinsvorsitzenden, denn nach langjähriger Tätigkeit (15. 05.2012 bis 23.10.2021) wollte der Gründungsvorsitzende Willi Brügmann sein  Amt in jüngere Hände geben. Der 2. Vorsitzende Detlef Rehmet hielt die Laudatio und die Mitglieder wählten Willi Brügmann zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit.


Zum neuen Vorsitzenden wählten die Anwesenden den langjährigen Beisitzer Michael Muntau. Auch alle weiteren Posten wurden neu gewählt und zum Teil neu besetzt.

In ihren Ämtern bestätigt wurden:

2. Vorsitzender :       Detlef Rehmet

Kassenwart:             Marita Gehrke

Schriftführer:           Peter Hellmich

Beisitzer:                 Fred Moritz

Beisitzer:                Thomas Pfaff

 

Neu hinzugewählt wurden die Beisitzerinnen Trixi Muntau und Anette Kirk.Kassenprüferin wurde Petra Block.

In der Planung für 2022 sind das traditionelle Dorfgemeinschaftsfest/Sommerfest und die ausgefallene Informationsfahrt zum Elbe-Lübeck-Kanal.         

Güsteraner Flurschilder und Fahrrad-Rallye

schildSchon aufgefallen? Die hölzernen Schilder mit historischen Flurbezeichnungen in Güster sind im Winter 2020/2021 rundum-erneuert worden. Initiator dieser Aktion war der Förderverein Güster, der zwar im vergangenen Jahr wegen des Corona-Ausnahmezustands nicht so präsent sein durfte, aber doch fleißig gearbeitet hat. Zum einen restaurierten die engagierten Vereinsvertreter Hahn, Seltmann und Moritz über den Winter die historischen Schilder mit den Flurbezeichnungen, zum anderen reparierten Felix und Michael Muntau die meisten der Pfosten und montierten die Schilder neu.

Und dann kam Trixi Muntau auf die Idee mit der Fahrrad-Rallye, die sie liebevoll in einer Handy-App namens „Actionbound“ ausarbeitete. Um diese Flurschilder mit ihren Bedeutungen neu kennenzulernen, lud der Förderverein zu einer Fahrrad-Rallye mit ein bisschen Knobel-Freuden in kleinen Teams ein. Die Rallye-Teilnehmer hatten während der 1,5-2 -stündigen Fahrradtour am 15.8.2021 viel Spaß und wurden mit anschließendem Kaffee und Kuchen in der Alten Schule verköstigt. Die 4 besten Gruppen erhielten auf der Mitgliederversammlung jeweils einen Restaurant-Gutschein über 100 Euro.

Außerdem konnten wir 11 Spender für neue Flurschilder gewinnen. Die Eichenbretter wurden freundlicherweise von einem Güsteraner Bürger gespendet und mit Unterstützung von Familie Kiesel in der Goki-Tischlerei bearbeitet. Anfang 2022 werden die Schilder graviert, Pfosten besorgt und im Frühjahr dann aufgestellt.

Gedenkstein für Paul Prüß auf dem Geschichtspfad

gendenksteinDen Mann zu würdigen, der die ersten Schritte zur Renaturierung der einstigen Kiesgruben in Güster unternahm, war dem Förderverein ein großes Anliegen.

Darum wurde 2021 die Idee umgesetzt, den Grabstein von Paul Prüß, dessen Grabstelle auf dem Friedhof Siebeneichen längst abgelaufen war, nach Güster zu bringen und ihn ergänzend beschriftet als Gedenkstein in den Geschichtspfad Am Moorweg zu integrieren.

Für die Beschriftung konnte der Güsteraner Steinmetz Udo Oppl gewonnen werden.

Dieser Gedenkstein war nach dem Tod von Paul Prüß am 23.9.1975 auf dem Friedhof von Siebeneichen aufgestellt worden.

45 Jahre später aber war das Grab schon fast von Bäumen und Sträuchern überwuchert und kaum noch zu erkennen, was den Förderverein veranlasste, bei Familie Prüß und der Kirche anzufragen, ob der Stein nicht versetzt werden könne.

Paul Prüß, geboren am 27.6.1899, war einer der drei Sprößlinge einer Hamburger

Kaufmannsfamilie, die in den 20er Jahren nach Güster kam, um die Kiesvorkommen in der Feldmark auszubeuten. Zusammen mit seinen Brüdern Friedo und Otto gründete er die „Hanseatischen Kieswerke“ und galt als einer der so genannten ‚Kiesbarone‘ dieser Zeit.

Aber nur Paul hatte sich und seiner Familie auch eine Villa in herrlicher Lage an den ausgebaggerten Seen gebaut und war derjenige, der früh erkannte, dass die ausgebeuteten Land- und Wasserflächen schließlich und endlich auch wieder renaturiert werden sollten. Und er begann, an allen frei werdenden Stellen Grünflächen anzulegen und Bäume zu pflanzen.

Was dazu führte, dass Güster aus der einstigen Industriezone zu dem Erholungsgebiet wurde, das es heute ist, und eine solche Lebensqualität bietet.

Sommerfest 2018

Wenn der Förderverein das Dorfgemeinschaftsfest für die Gemeinde Güster organisiert, kann sich der Ort auf eine fröhliche und bunte Feier für alle am Ort freuen. So auch in diesem Jahr: Das Sommerfest steigt am 23.6., ab 14 Uhr an der Alten Schule. 

In und vor dem Gebäude Am Prüßsee werden wieder viele engagierte NachbarInnen, Vereine, Firmen und Organisationen zeigen, was sie tun und was sie können. Angefangen von den backfreudigen Frauen des DRK Ortsvereins (für Kaffee und Kuchen satt ist gesorgt), über die munteren Musiker von Freiwilliger Feuerwehr Güster und Bigband Mölln, die lachfreudigen Theaterspieler des SSV, den sangesfreudigen Volquardt Kempa an der Gitarre und die engagierten Frauen der Bücherei, die einen großen Bücherflohmarkt organisieren,  bis hin zu den kochfreudigen Mitarbeitern der „Blauen Lagune“ in Güster haben viele, viele Aktive ihr Kommen zugesagt. Die Nachbarschaftswache, das JUZ, Gollnest&Kiesel, eine Kinderschmink-Aktion und eine Hüpfburg sorgen für Bewegung und Spaß auf der Straße, im Festzelt und in der Alten Schule. Die HippHopper aus Büchen werden ebenso dabei sein wie die Taucher aus Mölln und die mexikanischen Freunde des Konsulats in Hamburg. 

Besonders wird das Fest in diesem Jahr durch eine liebevoll von Lotte und Manfred Hahn im kleinen Sitzungssaal gestaltete Ausstellung zu Leben und Werk des Schauspielers Joachim Wolff (bekannt aus Fernsehserien wie „Der Landarzt“ und „Großstadtrevier“), der seine letzten Lebensjahre weitgehend in Güster verbracht hatte, sowie eine abendliche Disco im Zelt, zu der DJ Danilo auflegt. Und wer den Fußball-WM-Schlager Deutschland – Schweden gern in Gemeinschaft verfolgen mag, kann dies am späteren Abend im Sitzungsraum der Alten Schule tun.

Der Dorfgemeinschaft eine lebendige Plattform für Begegnung und Feiern zu schaffen, ist eines der Anliegen des Fördervereins Güster e.V., und nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist anzunehmen, dass das auch in diesem sechsten Jahr wieder gut gelingen wird.